top of page

Wie ein Konflikt im Team gelöst und die Zusammenarbeit gestärkt wurde

In vielen Unternehmen ist es eine alltägliche Herausforderung: Teams arbeiten an unterschiedlichen Standorten, es entstehen Missverständnisse und die Kommunikation funktioniert nicht reibungslos. Die entstehenden Spannungen wirken sich oft negativ auf die Zusammenarbeit aus und die Produktivität leidet. Doch wie geht man mit solchen schwierigen Themen um, wenn sie über Jahre gewachsen sind? Wie schafft man es, das Vertrauen zwischen den Teams wiederherzustellen und eine produktive Zusammenarbeit zu ermöglichen?

Eine meiner jüngsten Erfahrungen zeigt, wie der richtige Ansatz und strukturierte Workshops zu nachhaltigen Ergebnissen führen können. Ich möchte euch heute eine Geschichte aus meiner Praxis erzählen, die zeigt, wie wir einen jahrelangen Konflikt in einem großenTeam lösen konnten – und wie das Team dadurch wieder an Motivation und Erfolg gewann.


Die Ausgangssituation: Zwei Standorte, ein Konflikt

Das Team, mit dem ich arbeitete, war an zwei verschiedenen Standorten tätig. Über Jahre hinweg hatte sich an einem der Standorte das Gefühl entwickelt, dass der Abteilungsleiter den Standort, an dem er selbst tätig war, bei den Aufgaben bevorzugte. Er war dort im Führungsteam gut vernetzt, während die Führungskräfte am anderen Standort sich immer wieder ungerecht behandelt oder als Team zweiter Klasse fühlten. Die Spannungen wuchsen, was zu Beschwerden und Unzufriedenheit führte. Schließlich wurde die Leitung ausgetauscht und deren Aufgabe war es, die Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten zu verbessern.


Die Herausforderung: Niedrige Motivation und schlechte Zusammenarbeit

Obwohl die neue Leitung keinen direkten Bezug zu den entstandenen Konflikten hatte, stellte sie schnell fest, dass die Teams nicht gut zusammenarbeiteten. Die Stimmung war schlecht, und es gab ständige negative Kommentare zwischen den Standorten. Die Teams waren teilweise demotiviert, arbeiteten isoliert und das Feedback zur Arbeit der Abteilung war alles andere als positiv. Ohne eine Lösung für die bestehenden Spannungen konnte keine produktive Zusammenarbeit entstehen.


Mein Ansatz: Vertrauen aufbauen und schwierige Themen ansprechen

In solchen Situationen ist es wichtig, das Vertrauen der Teams zu gewinnen und den schwierigen Themen einen Raum zu geben. Daher begann ich meine Arbeit mit einem großen Workshop, in dem sich die Mitarbeiter beider Standorte besser kennenlernen konnten. Ziel war es, die Kommunikationsbarrieren abzubauen und ein erstes Verständnis füreinander zu entwickeln. Der Konflikt selbst wurde zwar thematisiert, aber nicht direkt bearbeitet, um die offenen Gespräche nicht zu blockieren.

Im nächsten Schritt folgte ein Training mit dem Führungsteam, in dem die Entstehung von Konflikten, die einhergehenden Emotionen und Wege zur Verbesserung, wie z. B. die Verbesserung der Kommunikation aufgezeigt wurden. Die Führungskräfte sollten lernen, wie sie zukünftigen Konflikten vorbeugen und aufkommende Spannungen frühzeitig erkennen können.

In einem dritten Workshop bearbeitete das Führungsteam dann die konkreten Konfliktthemen. Ich leitete die Teams durch einen strukturierten Prozess, bei dem sie ihre Beobachtungen zum Konfliktverhalten, unerfüllte Erwartungen, Bedürfnisse und Werte offen darlegten. Sie beschrieben, wie sie sich dabei fühlten und formulierten ihre Wünsche für die Veränderung. Das Ergebnis war ein offener Austausch, bei dem die Teams erkannten, wie ihr Verhalten auf die anderen wirkte und welche Missverständnisse zu den Konflikten geführt hatten.


Das Ergebnis: Bessere Zusammenarbeit und mehr Motivation

Nach den Workshops war die Zusammenarbeit im Führungsteam deutlich verbessert. Die Teams verstanden sich nun besser und konnten sich auf ihre gemeinsamen Ziele konzentrieren. Durch die Klärung der Konflikte und das neu gewonnene Vertrauen konnten die Führungskräfte die Abteilung effektiv voranbringen. Die Stimmung in den Teams war positiver, und das Feedback zur Abteilung verbesserte sich erheblich.

Diese Erfolgsgeschichte zeigt, wie wichtig es ist, Konflikte frühzeitig anzugehen und ihnen mit einem strukturierten, vertrauensvollen Ansatz zu begegnen. Nur so können Teams wieder produktiv zusammenarbeiten und die gewünschten Ergebnisse erzielen.


Fazit: Konflikte als Chance für Veränderung

Spannungen in Teams sind oft unvermeidlich – sie entstehen meist auf der Beziehungsebene durch unterschiedliche Perspektiven, Missverständnisse und Kommunikationsprobleme. Doch sie bieten auch die Chance, als Team zu wachsen, die Zusammenarbeit zu verbessern und die eigenen Arbeitsprozesse zu optimieren. Wenn Konflikte frühzeitig erkannt und konstruktiv angegangen werden, können sie nicht nur gelöst, sondern auch als Katalysator für positive Veränderungen genutzt werden.

 
 
 

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Comments


bottom of page